KOSTEN

Die Kosten eines Rechtsanwaltes richten sich grundsätzlich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz regelt, in welcher Höhe die anwaltlichen Gebühren erhoben werden dürfen. Dabei staffelt das Gesetz sich nicht nur in unterschiedliche, mit der jeweiligen Tätigkeit des Anwalts zusammenhängende Abschnitte. Es unterscheidet auch zwischen den einzelnen Rechtsgebieten. In zivilrechtlichen Streitigkeiten orientiert sich die Vergütung des Rechtsanwalts regelmäßig am Gegenstands- bzw. Streitwert.

Neben der gesetzlichen Regelung im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz kann die Vergütung auch als Stunden- oder Pauschalvergütung vereinbart werden. Eine derartige Honorarvereinbarung wird zwischen Rechtsanwalt und Mandant schriftlich vereinbart.

Beratungshilfe

Wenn Sie außergerichtlich eine Beratung oder Vertretung wünschen und sich die Kosten eines Rechtsanwaltes nicht leisten können, besteht die Möglichkeit, bei dem Amtsgericht Ihres Wohnortes einen Antrag auf Gewährung von Beratungshilfe zu stellen. Wird dem Antrag stattgegeben, stellt das Amtsgericht einen Berechtigungsschein für Beratungshilfe aus. Gegen Vorlage dieses Berechtigungsscheins kann Sie ein Rechtsanwalt Ihrer Wahl rechtlich beraten und außergerichtlich vertreten. Die Staatskasse trägt in diesem Fall die Kosten des Rechtsanwaltes. Dem Rechtsanwalt steht Ihnen gegenüber lediglich eine Gebühr in Höhe von 10,00 € zu, welche er in Notfällen auch erlassen kann.

Prozesskostenhilfe/ Verfahrenskostenhilfe

Wenn Sie gerichtlich einen Anspruch durchsetzen möchten und sich die Gebühren eines Rechtsanwaltes und des Gerichtes nicht leisten können, besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Prozesskostenhilfe (in familienrechtlichen Angelegenheiten Verfahrenskostenhilfe) zu stellen. Die beabsichtigte Rechtsverfolgung bzw. Rechtsverteidigung muss hinreichende Aussicht auf Erfolg bieten. Zudem darf  der Antragsteller bzw. die Antragstellerin selbst persönlich sowie wirtschaftlich nicht in der Lage sein, den Prozess zu führen.

Wird dem Antrag entsprochen, trägt der Staat die Kosten des Verfahrens – bis auf die im Falle des Unterliegens anfallenden Gebühren des gegnerischen Rechtsanwaltes.

Die Prozesskostenhilfe (Verfahrenskostenhilfe) übernimmt je nach einzusetzendem Einkommen voll oder teilweise den eigenen Anteil an den Gerichtskosten und die Kosten des eigenen Rechtsanwalts.

Scheuen Sie sich nicht, die Kostenfrage bei Unklarheiten offen anzusprechen.